Off‌izieller Mückenschutz der
Deutschen Olympiamannschaft

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Wie gefährlich ist das Zika-Virus?

Aktuell überschlagen sich die Meldungen über das Auftreten von Infektionen mit dem Zika-Virus – insbesondere in Brasilien, aber auch immer häufiger im Rest der Welt. Während die Symptome bei Erwachsenen nur denen einer leichten Grippe ähneln, scheint das Zikafieber schwerwiegende Defekte bei ungeborenen Kindern auslösen zu können. Insbesondere Schwangere sollten eine Infektion mit dem Zika-Virus daher unbedingt vermeiden und sich mit zuverlässigen Insektenschutzmitteln schützen. Mit dem verträglichen und effektiven Wirkstoff Icaridin eignet sich Anti Brumm® Classic für eine Anwendung während der Schwangerschaft.

Könnte eine Zika-Epidemie auch in Deutschland ausbrechen?

Die Infektion mit dem Zika-Virus äußert sich durch Fieber und Hautausschlag.

Eine Infektion mit dem Zika-Virus kann durch Blutuntersuchungen bestätigt werden. Behandlungsmöglichkeiten bestehen derzeit nicht.

Das Zika-Virus wurde bereits bei einigen Personen in Deutschland nachgewiesen, die sich bei Auslandsreisen nach Südamerika infiziert hatten. Es stellt sich daher die Frage, ob auch hierzulande eine Zika-Epidemie wie in Lateinamerika ausbrechen könnte. Das Zika-Virus wird jedoch fast ausschließlich über den Stich infizierter Moskitos der Gattung Aedes übertragen. Somit ist eine Verbreitung des Virus stark abhängig vom Lebensraum dieser Stechmücken. Sie sind hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Regionen beheimatet und auch für die Verbreitung von Gelbfieber oder Dengue-Fieber verantwortlich. Das Zika-Virus tritt daher verstärkt in Lateinamerika, den tropischen Regionen Afrikas sowie in Ozeanien auf. Theoretisch können infizierte Stechmücken aber auch mit einem Transportmittel, beispielsweise in einem Flugzeug, als blinder Passagier aus südlichen Regionen nach Deutschland transportiert werden.


Das Überleben und eine Ausbreitung der Blutsauger hierzulande sind jedoch aufgrund der hiesigen klimatischen Bedingungen sehr unwahrscheinlich. Spätestens im Winter würden die Überträger des Zika-Virus sterben und somit auch eine potentielle Zika-Epidemie beenden.

Symptome des Zikafiebers

Nach einem Stich durch eine infizierte Stechmücke dauert es wenige Tage bis die Symptome des Zikafiebers auftreten. Diese ähneln einem milden Verlauf des Dengue-Fiebers: Es kommt zu leichtem Fieber, Hautausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie zu Bindehautentzündungen. Die Symptome der Zika-Infektion dauern etwa zwei bis sieben Tage an.


Darüber hinaus besteht der Verdacht, das Zikafieber könnte in seltenen Fällen das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom auslösen. Hierbei kommt es zu Entzündungen des Nervensystems mit teilweise muskulären Schwächen und Lähmungen. Betreffen diese das Atemsystem, kann das Guillain-Barreé-Syndrom lebensbedrohliche Folgen haben. Dass das Zika-Virus diese Krankheit auslösen kann, ist jedoch noch nicht erwiesen.

Zika-Infektion während der Schwangerschaft

Infizieren sich Erwachsene mit dem Zika-Virus sind die Folgen für den Betroffenen in den meisten Fällen harmlos. Inzwischen verdichten sich jedoch die Hinweise darauf, dass eine Infektion während der Schwangerschaft schwerwiegende Fehlbildungen des ungeborenen Kindes auslösen könnte. Insbesondere eine Zika-Infektion in den ersten sechs Schwangerschaftsmonaten scheint riskant für das Ungeborene zu sein.

Ein vollständiger, wissenschaftlicher Nachweis für diesen Zusammenhang konnte bisher noch nicht erbracht werden. Jedoch stiegen in Brasilien gleichzeitig mit dem Ausbruch der Zika-Epidemie auch die Fallzahlen von Fehlbildungen des Kopfes bei neugeborenen Kindern (Mikrozephalie) – ein deutlicher Hinweis für eine Wechselbeziehung der beiden Erkrankungen. Darüber hinaus konnten Forscher kürzlich das Zika-Virus im Gehirn von Neugeborenen nachweisen1. Wie das Virus die Entwicklung des Ungeborenen beeinträchtig, ist weiterhin unklar.


Als Mikrozephalie bezeichnet man Fehlentwicklungen während der Schwangerschaft und Kindheit, die zur Bildung eines zu kleinen Kopfes und Gehirns führen. Die Mikrozephalie geht mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten geistigen Behinderung einher. Schwangeren wird deshalb von einer Reise in Epidemiegebiete des Zika-Virus abgeraten. Lässt sich eine Reise in die Risikogebiete jedoch nicht verhindern, sollten sich Schwangere vorab von einem Arzt beraten lassen und sie sich besonders gründlich vor Mückenstichen schützen. Brasilien hat inzwischen eine offizielle Reisewarnung für Schwangere herausgegeben, sie sollten beispielsweise nicht zu den Olympischen Spielen reisen.

Besteht der Verdacht auf eine Zika-Infektion während der Schwangerschaft, sollte ebenfalls unbedingt ein Arzt aufgesucht und der weitere Schwangerschaftsverlauf genauestens beobachtet werden.

Zikafieber: Diagnose, Behandlung, Vorbeugung

Derzeit existiert noch kein Impfstoff gegen das Zika-Virus. Die Forschungen hierzu laufen derzeit auf Hochtouren: Noch dieses Jahr soll ein Impfstoff in die Testphase gelangen. Bei der Entwicklung der Zika-Prophylaxe setzen die Forscher auf ihre Erfahrungen mit Impfstoffen gegen das Dengue- oder Gelbfieber.

Um eine Infektion mit dem Zika-Virus nachzuweisen, erfolgt eine Blutuntersuchung. Allerdings sind die Therapiemöglichkeiten stark eingeschränkt, es können lediglich die Symptome behandelt werden, beispielsweise durch die Einnahme von Schmerzmitteln. Da das Virus noch nicht ausreichend erforscht ist und weder Impf- noch Behandlungsmöglichkeiten bestehen, ist es besonders wichtig, sich in Risikogebieten vor Stechmücken zu schützen. Hierbei sind tropengeeignete Insektenschutzmittel wie beispielsweise Anti Brumm® Forte besonders zu empfehlen. Auch Kinder sollten vor Mückenstichen und dem Zika-Virus geschützt werden. Ab einem Alter von einem Jahr kann Anti Brumm® Naturel angewendet werden. Darüber hinaus sind lange, helle Bekleidung, Fliegengitter vor den Fenstern sowie Türen und Moskitonetze über dem Bett in der Abwehr von Stechmücken und somit als Schutz vor dem Zika-Virus ratsam. Auch in klimatisierten Räumen sind Moskitos weniger oft anzutreffen.

Auch lange Kleidung, Fliegengitter und Moskitonetze über dem Bett sind in der Abwehr von Stechmücken und somit als Schutz vor dem Zika-Virus ratsam. Da die Stechmücken insbesondere in den Morgen- und Abendstunden aktiv sind, ist zu diesen Zeiten eine ausreichende Insektenabwehr besonders wichtig.

Die Übertragung des Zika-Virus

Das Zika-Virus gehört wie auch das Gelbfieber-Virus zur Gattung der Flaviviren. Es wurde erstmalig 1947 in Rhesusaffen entdeckt. Fünf Jahre später konnte die Virusinfektion auch bei Menschen in Uganda und Tansania nachgewiesen werden. Seitdem trat das Zikafieber immer wieder sporadisch in den Subtropen und Tropen auf. Übertragen wird das Zika-Virus durch Stechmücken, insbesondere durch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti. Auch eine Übertragung des Virus über Blut ist theoretisch möglich. So kann der Erreger auch über Bluttransfusionen oder sexuell übertragen werden. Wie reell das Übertragungsrisiko auf diesen Wegen aber tatsächlich ist, wurde noch nicht ausreichend untersucht.

Schon gewusst? Nicht nur das Zika-Virus verursacht Fehlbildungen des Schädels

Vermutlich besteht ein Zusammenhang zwischen der Ausbildung einer Mikrozephalie und einer Infektion mit dem Zika-Virus während der Schwangerschaft. Jedoch kann eine Mikrozephalie auch aus verschiedenen anderen Gründen auftreten. Hierzu gehören die genetische Veranlagung, Drogen- oder Alkoholmissbrauch sowie eine Infektion mit Röteln während der Schwangerschaft.

1Mlakar J, et al. Zika Virus Associated with Microcephaly. N Engl J Med. 2016 Feb 10. PubMed PMID: 26862926.