Krankheiten durch Mückenstiche

Malaria ist die wohl bekannteste, von Stechmücken übertragene Krankheit. Sie tritt in über 100 (überwiegend tropischen) Ländern der Welt auf. Gefährdet sind nicht nur die dort lebenden Menschen, sondern auch Reisende, die sich in Risikogebieten aufhalten. Eine Impfung gegen die Infektionskrankheit gibt es bis heute nicht.

Über Malaria hinaus existieren weitere Krankheiten, die von Stechmücken auf Menschen übertragen werden und diesen gefährlich werden können. Hier ein Überblick der am häufigsten auftretenden Krankheiten:

West-Nil-Fieber

In Griechenland kam es bereits zu Todesfällen aufgrund des West-Nil-Fiebers.1 Die Erkrankung löst Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen aus und wird hauptsächlich von Mücken der Gattung Culex übertragen.

1 Ärzteblatt: Zwei Tote durch West-Nil-Fieber in Griechenland. URL: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77414/Zwei-Tote-durch-West-Nil-Fieber-in-Griechenland (19.06.2018).

Zika-Virus

Übertragen wird das Zika-Virus durch Mücken, die hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten ansässig sind. Für Erwachsene ist die Infektion relativ ungefährlich: Es kommt möglicherweise zu Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautausschlägen sowie einer Bindehautentzündung. Schwangere sollten sich gut schützen, denn sehr wahrscheinlich löst das Zika-Virus bei Ungeborenen eine Fehlbildung des Kopfes aus.

Dengue-Fieber

Die Übeltäter sind verschiedene meist tagaktive Mücken der Gattung Aedes, die auch andere Krankheiten übertragen können. Sie sind vorwiegend in subtropischen und tropischen Regionen zu finden, allerdings gab es bereits erste Dengue-Fieber-Fälle in Südfrankreich und Kroatien. Charakteristische Symptome der Krankheit sind unter anderem ein plötzliches Fieber, starke Kopfschmerzen und Lymphknotenschwellungen.

Gelbfieber

Gelbfieber tritt in den tropischen und subtropischen Gebieten Südamerikas und Afrikas auf. Nach Mückenstich und Übertragung vermehrt sich das Virus im Organismus. Ein schneller Fieberanstieg geht mit Schüttelfrost, schweren Kopf- und Muskelschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen einher. Gelbfieber kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Malaria

Die nachtaktive Anopheles-Mücke ist hauptverantwortlich für die Verbreitung von Malaria, vor allem in subtropischen und tropischen Gebieten. Neben Fieber (das aufgrund der verschiedenen Malaria-Formen nicht immer in Schüben auftreten muss) sind zusätzlich Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit möglich.

Schützen Sie sich vor Mücken und möglichen Krankheiten

Ein geeigneter Schutz gegen Mücken ist für jeden Reisenden empfehlenswert, um mögliche Krankheiten zu verhindern. Da es für die meisten Infektionen bis jetzt keine schützende Impfung gibt, dient die sogenannte Expositionsprophylaxe (Vermeidung von Insektenstichen) als vorbeugende Maßnahme.

Beachten Sie Folgendes:

  • Packen Sie in Ihre Reiseapotheke ein geeignetes Mückenspray wie zum Beispiel Anti Brumm® Forte. Unbedeckte Hautstellen können damit behandelt werden – für eine geschützte Zeit bis zu sechs Stunden.
  • Gerade bei nachtaktiven Mücken, die Krankheiten wie Malaria auslösen können, ist es wichtig, sich zu dieser Zeit in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Ein Fliegengitter und eine Klimaanlage (Stechmücken mögen es nicht gerne kalt) sind hilfreiche Mittel gegen Mücken und durch sie übertragene Krankheiten.
  • Lange und helle Kleidung hält Stechmücken ebenfalls fern. Auch ein festeres Material der Kleidung ist hilfreich – dünne Stoffe sind für Mücken kein Hindernis.

Wie sie sich außerdem vor Mücken schützen können, finden sie unter Die besten Tipps.

Wir verwenden Cookies und andere Tools, um die Website für Sie zu personalisieren und um zu analysieren, wie unsere Website genutzt wird. Sie geben uns Ihre Einwilligung hierzu, indem Sie auf „Ich stimme zu“ klicken. Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.