Mückenarten

Weltweit gibt es rund 3.500 Mückenarten, in Europa leben circa 100 davon. Welche heimischen und exotischen Mückenarten Sie kennen sollten und ob bei einem Stich der jeweiligen Art Gefahr besteht, erfahren Sie hier.

Die in Deutschland heimischen Mückenarten sind – zum Glück – weitestgehend harmlos. Außer juckenden Hautirritationen und eventuellen allergischen Reaktionen, lösen sie keine Krankheiten aus. Allerdings sind auch Exoten wie die Asiatische Tigermücke hierzulande auf dem Vormarsch. Sie gilt als Überträger von Gelbfieber und des mitunter tödlichen Dengue-Fiebers. Auch als im Jahr 2007 in Italien beinahe 250 Fälle des Chikungunya-Fiebers auftraten, wurde die Asiatische Tigermücke als Überträger des Virus identifiziert. Experten sehen den Klimawandel als Grund für die Ausbreitung und gehen davon aus, dass die Asiatische Tigermücke bei uns im Jahr 2050 heimisch sein könnte.

Doch egal ob in der Heimat oder im Urlaub, folgende Mückenarten sollten Sie kennen:

Kriebelmücke
Kriebelmücke

Sie ist nur so groß wie ein Stecknadelkopf, aber hat es in sich. Diese Mückenart besitzt, im Gegensatz zu den Stechmücken, keinen Stechrüssel. Sie schlitzt mit ihrem Mundwerkzeug einen Ritz in die Haut und saugt die entstehende Blutpfütze auf. Kriebelmücken kommen überwiegend an fließenden Gewässern vor. Sie übertragen zwar keine Erreger schwerer Krankheiten wie Malaria, allerdings können die beim Biss freigesetzten Giftstoffe und im Nachhinein eingedrungene Bakterien zu einer heftigen Schwellung führen. Im schlimmsten Fall kann eine Blutvergiftung die Folge sein.

Gemeine Stechmücke
Gemeine Stechmücke

Sie ist auf der ganzen Welt verbreitet und in Deutschland eine der häufigsten Mückenarten, die zur Familie der Stechmücken (Culicidae) zählen. Sie lebt bevorzugt in der Nähe von Häusern und überträgt bei einem Stich theoretisch in ihrem Speichel enthaltene Bakterien oder Viren. Zum Beispiel das West-Nil-Virus, der hauptsächlich in Amerika vorkommt, kann von dieser Mückenart weitergegeben werden. Er führt zu grippeähnlichen Symptomen und in seltenen Fällen zu einer Hirnhautentzündung. Mit Fadenwürmern können diese Mücken ebenfalls infiziert sein. Sie führen beim Menschen eventuell zu Lymphknotenschwellungen aufgrund von Entzündungen.

Asiatische Tigermücke
Asiatische Tigermücke

Sie lebt hauptsächlich im asiatischen Raum und überträgt verschiedene Viren wie das Zika-Virus oder das Dengue-Virus. Diese Mückenart kommt sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten vor und ist tagaktiv – bevorzugt am Morgen und am Abend macht sie sich auf Blut-Jagd. Der Name der Tigermücke kann auf ihr Äußeres zurückgeführt werden: Eine schwarz-weiße Musterung macht sie erkennbar.

Anopheles-Mücke
Anopheles Mücke

Als Überträgerin von Malaria kann sie weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten vorgefunden werden. Die Anopheles-Mücke ist nachtaktiv und an ihrer Körperstellung während des Stichs zu erkennen: Der Leib steht in einem 30 bis 45°-Winkel vom Untergrund ab.

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