Zecken

Krankheiten durch Zeckenstiche

Über einen Zeckenstich werden hierzulande vor allem Krankheitserreger übertragen, die FSME oder Lyme-Borreliose auslösen. Das Problem: Aufgrund teils diffuser und unspezifischer Symptome sind durch Zecken übertragene Krankheiten oft schwer zu diagnostizieren. Wird nicht frühzeitig behandelt, drohen ernsthafte Langzeitschäden. Umso wichtiger ist es daher, aktiv zu werden, und Zeckenstiche möglichst zu vermeiden.

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch das FSME Virus ausgelöste Erkrankung, die mitunter eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung zur Folge haben kann. Zu den Risikogebieten für FSME in Deutschland zählen derzeit bestimmte Landkreise in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

 

FSME-Impfung

Eine FSME-Impfung wird insbesondere für Bewohner von Risikogebieten oder für beruflich gefährdete Personen (z.B. Waldarbeiter etc.) empfohlen. Auch Kinder können heute mit einem speziellen Impfstoff gegen FSME geimpft werden. Trotz bestehender FSME-Impfung sollten Sie sich vor Zecken schützen, da diese Parasiten weitere Krankheiten, wie z.B. Borreliose übertragen können, gegen die es keine Impfung gibt. Zeckensprays können Sie wirksam schützen, sodass es gar nicht erst zu einem Zeckenstich kommt.

 

FSME-Virus: Symptome der Erkrankung

Sollten Sie verdächtige Symptome bemerken, ist im Zweifelsfall ein Arztbesuch ratsam.

Mögliche Symptome bei FSME sind:

  • Grippeähnliche Beschwerden (Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen)
  • Hohes Fieber (einige Tage nach Abklingen der ersten Beschwerden)
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungen

 

Die Behandlung von FSME erfolgt symptomatisch.

Sie sind oft in der Natur unterwegs oder gehen im Wald spazieren? Dann ist ein wirksames Zeckenspray unerlässlich. Sprühen Sie das Schutzmittel unbedingt auf Haut und Kleidung.

Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch bakterielle Erreger ausgelöst wird. Sie gilt als häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Europa. In manchen Gebieten ist etwa jede dritte Zecke infiziert! Die Krankheit verläuft bei unzureichender Behandlung chronisch und kann Haut, Gelenke und Zentralnervensystem betreffen. Im Gegensatz zur ebenfalls durch Zecken übertragenen Krankheit FSME steht derzeit noch kein Impfstoff zur Prävention von Borreliose zur Verfügung. Umso wichtiger ist es daher, sich mit geeigneten Maßnahmen (wie beispielsweise einem speziellen Zeckenspray) gegen die zu schützen.

Auch Nordamerika, Europa und Asien werden zu den Borreliose-Gebieten gezählt. Zeckenschutz ist also auch auf Reisen wichtig!´

Im Allgemeinen gilt: Sollten Sie Tage oder Wochen nach einem Zeckenstich auffällige Symptome beobachten, gilt es, einen Arzt aufzusuchen.

Die Symptome der drei Borreliose Stadien

Symptome von Borreliose in Stadium I (Frühphase):

  • Kreisförmige Rötung um die Bissstelle („Wanderröte“) Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich (bei etwa 50% der Betroffenen)
  • Grippeartige Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellung

Borreliose-Symptome in Stadium II:

  • Grippe-ähnliche Symptome, starke Schweißausbrüche
  • Nervenwurzelschmerzen
  • Nervenlähmungen
  • Gelenkbeschwerden

Borreliose-Symptome in Stadium III:

  • Arthritis
  • Herzmuskelentzündung
  • Entzündliche Erkrankung der Haut
  • Entzündung des Nervensystems

Die Behandlung von Lyme-Borreliose erfolgt in der Regel mittels der Gabe von Antibiotika (Tabletten oder Infusionen). Es gilt: Je früher, desto besser!

Zeckenstich – und jetzt?

Sollten Sie von einem gemeinen Holzbock gestochen werden, entfernen Sie ihn so schnell wie möglich behutsam mit einer Zeckenzange oder einer spitzen Pinzette. Dazu setzen Sie das Hilfsmittel möglichst nah an der Haut an, greifen die Zecke und ziehen sie durch leichte Rüttelbewegungen nach oben heraus. Es kann eine Weile dauern, bis sie sich ablöst. Desinfizieren Sie anschließend die Einstichstelle und beobachten Sie den Bereich einige Tage. Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf, falls sich eine Rötung oder Schwellung bemerkbar macht oder es zu grippeähnlichen Symptomen kommt.

Wie sie sich am besten vor Zecken schützen können:

  • Verwenden Sie bei Spaziergängen in der Natur Insektenabwehrmittel auf der unbedeckten Haut und eventuell unterstützend auf der Kleidung. Anti Brumm® Zecken Stopp enthält die Wirkstoffe Icaridin und Citriodiol®, die den Geruchssinn des gemeinen Holzbocks stören und ihn dadurch bis zu acht Stunden wirkungsvoll fernhalten
  • Tragen Sie lange, helle Kleidung, wenn Sie im Wald oder durch hohes Gras spazieren
  • Suchen Sie Ihren Körper auf Zecken ab, nachdem Sie im Freien waren
  • Prüfen Sie das Fell Ihres Haustieres, wenn es sich draußen aufgehalten hat

Übrigens: Durch Haustiere kann der Holzbock in Wohnräume gelangen. Wegen der niedrigen Luftfeuchtigkeit kann er dort aber nur wenige Tage überleben.

Weitere hilfreiche Schutzmaßnahmen gegen Zecken finden Sie unter Die besten Tipps.

 

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