ZECKENARTEN

Genau dann, wenn das schöne Wetter Wanderer und Naturliebhaber ins Freie lockt, werden leider auch die Zecken wieder aktiv. Wird vor „Zecken“ gewarnt, ist damit meist der Gemeine Holzbock gemeint – die häufigste Zeckenart in Deutschland. Der Blutsauger ist aber nicht der einzige, der dem Menschen gefährlich werden kann. Neuerdings ist beispielsweise auch die Auwaldzecke auf dem Vormarsch. Welche Zeckenarten gibt es noch?

 

Gemeiner Holzbock & Auwaldzecke: Die häufigsten Zeckenarten

Weltweit gibt es mehr als 800 verschiedene Zeckenarten1 – in Deutschland leben etwa 15 davon.

Mit Beginn des Frühlings, etwa ab einer Temperatur von 8 Grad Celsius, werden die Zecken aktiv.Während der Gemeine Holzbock eher passiv darauf wartet, dass ein möglicher Wirt vorbeikommt, bewegt sich die Auwaldzecke aktiv auf ihre Opfer zu.

1 Uni Hohenheim: Was sind Zecken. URL: https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/00_Zecken_Wanderausstellung_2009_klein.pdf (15.06.2018).

2 Robert Koch Institut: Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken, Zeckenstich, Infektion. URL: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/Zecken/Zecken.html (18.06.2018).

Gemeiner Holzbock
Nahaufnahme einer Zecke auf einem grünen Blatt

Er ist besonders in Wäldern und angrenzenden Lichtungen, aber auch in Stadtparks und Gärten anzutreffen. Der blutsaugende Parasit befällt – neben Waldtieren wie Mäusen oder Rehen – den Menschen. Da er dabei gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Entzündung des Gehirns und der Gehirnhäute, übertragen kann, fürchten sich hierzulande verständlicherweise viele Menschen vor ihm.

Ein Stich des Gemeinen Holzbocks bleibt oft einige Zeit unbemerkt. Er ist nicht schmerzhaft und eine Hautreaktion (z. B. Juckreiz oder Hautrötung) zeigt sich häufig erst nach dem Abfallen oder Entfernen der Zecke.

Die Folgen eines Zeckenstiches sind im schlimmsten Fall:

  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (eine Infektionskrankheit, die mit einer Hirnhautentzündung einhergehen kann) oder
  • Borreliose (eine Erkrankung, die unter anderem Haut, Nervensystem und Gelenke betreffen kann).

Durch einen Stich des Gemeinen Holzbocks können demnach gefährliche Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden, die zu schwerwiegenden Infektionen führen.

Auwaldzecke
Nahaufnahme einer Zecke auf einem grünen Blatt

Die Nummer 2 der Zeckenarten in Deutschland unterscheidet sich hinsichtlich ihrer auffälligen Musterung am Rücken und ihrer Größe vom Gemeinen Holzbock. Während Weibchen dieser Art im vollgesogenen Zustand bis zu 2 cm erreichen, kommt der weibliche Gemeine Holzbock lediglich auf maximal 1,5 cm. Der Mensch ist nicht das vorrangige Opfer der Auwaldzecke, ein Befall ist bisher eher selten. Kommt es zu einem Stich, wird er jedoch als sehr schmerzhaft beschrieben. Außerdem kann die Auwaldzecke Bakterien wie Rickettsien (unter anderem Auslöser des Fleckfiebers) sowie das FSME-Virus weitergeben.

Braune Hundezecke
Nahaufnahme einer Zecke auf hellbraunem Tierfell

Wie der Name bereits vermuten lässt, hat es diese Zeckenart überwiegend auf Hunde abgesehen und kann für sie gefährlich werden. Der Mensch wird nur selten befallen.

Schafzecke
Nahaufnahme einer Zecke an einem grauen Ast

Die auffallend bunte Schafzecke, die ebenfalls in unseren Breitengraden vorzufinden ist, saugt nicht nur an Schafen, sondern auch an anderen Säugetieren. Sie überträgt auf Mensch, Wild- und Haustier gefährliche Krankheiten wie das Q-Fieber, eine Erkrankung, die sich durch grippeähnliche Symptome bemerkbar macht.

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